
Für 21 Prozent der jungen Deutschen unter 30 Jahren steht fest: Sie wollen eine eigene Immobilie erwerben - später einmal. Dabei müssen die eigenen vier Wände gar nicht so lange warten. Der Schlüssel für mehr Mobilität: "Biete klein - kaufe größer!"
Studium, Berufskarriere, Familiengründung: Jedes Jahr wechseln rund vier Millionen Bundesbürger ihren Wohnort. Mobilität ist Trumpf: Hochgerechnet zieht in 20 Jahren ganz Deutschland einmal um. Vor allem die junge Generation stellt sich auf häufigen Tapetenwechsel ein: Laut Emnid-Umfrage der BHW Bausparkasse erwartet jeder Dritte unter 29 Jahren in den nächsten zwei Jahren umzuziehen. 83 Prozent von ihnen geben als wichtigsten Grund für ihren Wohnungswechsel die berufliche Karriere an.
Sicherheit macht mobil
Trotz der hohen Anforderung an ihre Mobilität träumen 21 Prozent der unter 30-Jährigen von der eigenen Immobilie. Statt jeden Monat in die Tasche des Vermieters zu zahlen, wollen sie ihr eigenes Immobilienvermögen aufbauen. "Die Wirtschaftskrise hat die Vorzüge dieser handfesten Anlageform stärker ins Bewusstsein gerufen", erklärt Iris Laduch-Reichelt von der BHW Bausparkasse. "Sicherheit ist heute auch für die junge Generation ein ganz zentrales Bedürfnis." Aber lassen sich der Wunsch nach Mobilität und Immobilienbesitz vereinbaren?
Klein starten ...
Nicht, wenn der Erwerb einer Immobilie als einmalige Investition gilt. Das Durchschnittsalter eines Immobilienkäufers liegt in Deutschland bei 40 Jahren. Damit sind wir Schlusslicht in Europa. Anders die Niederländer. Sie praktizieren schon seit Jahrzehnten das Modell "Biete klein - kaufe größer". BHW-Expertin Laduch-Reichelt bestätigt, dass auch hierzulande der Erwerb einer kleinen, innenstadtnahen Wohnung als ideale Start-Investition gilt. "Sie lässt sich bei guter Lage gewinnbringend verkaufen."
.. und groß rauskommen!
Etwa 20 Prozent der Finanzierungssumme für das Kaufobjekt sollte man als Eigenkapital einbringen. "Wer schon ein kleines Sparvermögen besitzt, zum Beispiel mit einem Bausparvertrag, ist im Vorteil", so Iris Laduch-Reichelt. Bei berufs- oder familienbedingtem Ortswechsel kann man die Immobilie verkaufen und die Grundlage für eine höherwertige Immobilie schaffen. "Diese Strategie funktioniert, wenn man die Entwicklung des Wohnungsmarktes voraussieht", sagt die BHW-Expertin. Es komme nicht selten vor, dass sich Studentenviertel zu Szenevierteln entwickelten und die Immobilienpreise anzögen. "Wer diese Faktoren berücksichtigt, kann aus solchen Entwicklungen Vorteile für sich ziehen - auch in Hinblick auf die eigene Mobilität."





